Mittwoch, 1. August 2018

Makler und Wohnimmobilienverwalter: Neue Regelungen seit 1. August 2018

Das Gesetz zur Einführung einer Berufszulassungsregelung für gewerbliche Immobilienverwalter und Makler ist am 1. August 2018 in Kraft getreten.

 

Betroffen von der Regelung sind WEG Verwalter, aber auch Mietverwalter von Wohnraum. Diese werden im Gesetz nun einheitlich als Wohnimmobilienverwalter bezeichnet.

Erlaubnispflicht

Für gewerbliche Verwalter gibt es jetzt eine Erlaubnispflicht nach § 34c GewO. Um eine Erlaubnis zu erhalten, müssen Zuverlässigkeit, geordnete Vermögensverhältnisse und der Abschluss einer Mindestversicherungssumme von 500.000 Euro je Versicherungsfall und 1 Mio. Euro für alle Versicherungsfälle eines Jahres nachgewiesen werden. Bereits tätige Immobilienverwalter können ihre Erlaubnis bis 1. März 2019 beantragen.

Fortbildungspflicht

Gesetzlich normiert wurde eine Weiterbildungspflicht mit 20 Stunden in 3 Jahren. Wird gegen die Fortbildungspflicht verstoßen, so kann ein Bußgeld verhängt werden. Die Fortbildungspflicht erstreckt sich auch auf die mitwirkenden beschäftigten Personen. Bei gewerbetreibenden Maklern und Verwaltern reicht die Absolvierung der Weiterbildung durch vertretungsberechtigte Aufsichtspersonen.

Über absolvierte Fortbildungen muss der Verbraucher informiert werden, damit dieser sich ein eigenes Bild zur fachlichen Qualifikation machen kann. Befreit von der Weiterbildungspflicht sind in den ersten drei Jahren Immobilienkaufmänner oder Immobilienfachwirte mit staatlich anerkannten Aus- oder Fortbildungsabschlüssen. Einzelheiten zur Weiterbildungspflicht sind in der Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV) geregelt.